Wo ist es am wärmsten auf Lanzarote?

Lanzarote ist die Insel der Gegensätze: schwarze Lavafelder, weiße Dörfer, Atlantikbrandung – und erstaunlich konstante Wärme. Wer hier Urlaub macht, will Sonne ohne Hitzekollaps, Wärme ohne Tropenstress. Aber Hand aufs Herz: Wo ist es eigentlich am wärmsten auf Lanzarote? Die Antwort ist weniger spektakulär als erwartet – und genau deshalb interessant. Sie führt nicht zu einem einzelnen Ort, sondern zu einem Zusammenspiel aus Wind, Lage, Topografie und Tageszeit. Willkommen zu einer kleinen meteorologischen Expedition mit Strandbar-Anschluss.
Buchen Sie direkt online ein Ferienhaus oder eine Ferienwohnung auf Lanzarote und genießen Sie eine Auszeit vom Alltag an den wärmsten Orten der Kanareninsel.
Das Klima: Mild ist das neue Heiß
Bevor wir Orte vergleichen, lohnt ein Blick aufs große Ganze. Lanzarote liegt näher an Afrika als an Europa und profitiert von den Nordostpassatwinden, die wie eine natürliche Klimaanlage wirken. Die Temperaturen schwanken im Jahresverlauf erstaunlich wenig: Im Winter selten unter 18 Grad, im Sommer meist zwischen 25 und 30 Grad. Extremhitze ist die Ausnahme, nicht die Regel. Das bedeutet: „am wärmsten“ ist hier eine Frage von Nuancen.
Entscheidend sind drei Faktoren:
-
Sonneneinstrahlung (klar: Süden punktet)
-
Windschutz (Lava, Hügel und Bebauung helfen)
-
Nähe zum Meer (kühlt tagsüber, wärmt nachts)
Mit diesem Besteck gehen wir jetzt an den Tisch.
Der Süden: Playa Blanca als Wärmepol
Wenn Sie auf Lanzarote jemanden fragen, wo es am wärmsten ist, fällt ein Name fast immer zuerst: Playa Blanca. Der Ort liegt im Süden der Insel, blickt nach Afrika und ist besser vor den Passatwinden geschützt als viele andere Regionen.
Warum Playa Blanca so warm ist
-
Südliche Lage: Mehr Sonne, weniger Wolken
-
Natürlicher Windschutz durch die umliegenden Hügel
-
Ruhigere See: Weniger Verdunstungskälte
Im Winter kann Playa Blanca ein bis zwei Grad wärmer sein als der Norden. Klingt wenig? Ist aber der Unterschied zwischen Jacke und T-Shirt am Abend. Die Strände – Playa Dorada, Playa Flamingo, Papagayo – sind nicht nur fotogen, sondern oft spürbar milder.
Fazit: Wer im Januar baden will (oder es zumindest versucht), ist hier richtig.

Puerto del Carmen: Die goldene Mitte
Puerto del Carmen liegt an der Südostküste und ist so etwas wie der diplomatische Kompromiss der Insel. Nicht ganz so windstill wie Playa Blanca, aber deutlich wärmer als der Norden.
Wärme trifft Infrastruktur
-
Lange Südausrichtung der Strände
-
Städtische Bebauung speichert Wärme
-
Zentrale Lage mit kurzen Wegen
Tagsüber fühlt es sich in Puerto del Carmen oft sommerlich an, abends bleibt die Luft angenehm. Gerade in der Übergangszeit (November, März, April) spielt Puerto del Carmen seine Stärken aus: warm, lebendig, aber nicht brütend.
Fazit: Warm genug für den Strand, kühl genug für den Spaziergang nach dem Abendessen.
Costa Teguise: Sonnig, aber frischer
Costa Teguise im Osten ist sonnenverwöhnt, aber windanfälliger. Surfer lieben das. Frostbeulen weniger.
Der Wind als Spielverderber
-
Offen für Passatwinde
-
Geringerer natürlicher Schutz
-
Kühlere Abende, vor allem im Winter
Die Temperaturen liegen oft knapp unter denen von Puerto del Carmen. Tagsüber kein Problem, abends kann ein Pullover Gold wert sein.
Fazit: Warm, aber nicht am wärmsten – ideal für Aktive.

Der Norden: Schön, aber kühler
Arrecife, Haría oder die spektakuläre Steilküste bei Famara – landschaftlich ein Gedicht, klimatisch etwas rauer.
Warum der Norden verliert
-
Mehr Wind
-
Häufigere Wolkenfelder
-
Stärkere Atlantikströmungen
Das heißt nicht kalt, aber eben frischer. Im Sommer angenehm, im Winter spürbar kühler als der Süden.
Fazit: Für Naturfreunde großartig, für Wärmesucher zweite Wahl.
Mikroklima: Die Sache mit der Hauswand
Jetzt wird es spannend: Auf Lanzarote kann es innerhalb eines Ortes deutliche Unterschiede geben. Eine windgeschützte Terrasse, eine nach Süden ausgerichtete Hauswand, ein Lavahügel im Rücken – und schon fühlt sich der gleiche Ort zwei Grad wärmer an.
Profi-Tipp: Fragen Sie Einheimische nicht nach dem wärmsten Ort, sondern nach dem windstillsten.
Jahreszeitencheck: Wann ist es wo am wärmsten?
Winter (Dezember–Februar)
-
Playa Blanca klar vorne
-
Puerto del Carmen dicht dahinter
Frühling & Herbst
-
Süden und Südosten nahezu gleichauf
-
Angenehmste Reisezeit insgesamt
Sommer
-
Temperaturunterschiede gering
-
Norden oft angenehmer durch frische Brisen
Strand oder Pool? Ein ehrlicher Vergleich
Das Meer um Lanzarote ist selten warm. Selbst im Hochsommer bleibt der Atlantik erfrischend. Wenn Sie Wärme lieben, wird der Pool zum besten Freund – besonders im Süden, wo viele Anlagen beheizte Becken bieten.

Bonus: Warum eine Ferienwohnung auf Lanzarote besonders sinnvoll ist
Jetzt zur entscheidenden Frage: Hotel oder Ferienwohnung? Auf Lanzarote spricht erstaunlich viel für Letzteres.
Mehr Sonne im Alltag
Eine Ferienwohnung auf Lanzarote erlaubt Ihnen, Ihre persönliche Sonnenstrategie umzusetzen:
-
Frühstück auf der eigenen Terrasse
-
Mittagspause im Schatten statt im Hotelrestaurant
-
Abendessen mit Blick auf den Sonnenuntergang
Gerade in warmen Regionen zählt Flexibilität mehr als Halbpension.
Besseres Mikroklima
Viele Ferienwohnungen liegen windgeschützt in Wohnlagen, nicht exponiert an der Küste. Das bedeutet: wärmere Abende, weniger Zugluft, mehr Wohlfühltemperatur.
Raum für Gelassenheit
-
Keine Essenszeiten
-
Keine Liegen-Reservierung
-
Keine Animation um 10 Uhr morgens
Sie leben wie ein temporärer Einheimischer – mit dem Luxus, jederzeit an den Strand fahren zu können.
Preis-Leistungs-Vorteil
Gerade bei längeren Aufenthalten ist eine Ferienwohnung oft günstiger. Und Sie investieren Ihr Geld nicht in Buffets, sondern in frischen Fisch vom Markt.
Kurz gesagt: Wenn Sie Wärme lieben, lieben Sie Autonomie. Und die gibt es eher in der Ferienwohnung.
Die ehrliche Antwort zum Schluss
Wo ist es am wärmsten auf Lanzarote?
-
Geografisch: Im Süden, besonders in Playa Blanca
-
Gefühlt: Dort, wo der Wind Pause macht
-
Individuell: Auf Ihrer eigenen Terrasse mit Blick nach Süden
Lanzarote ist keine Insel der Extreme, sondern der feinen Unterschiede. Wer sie versteht, wird belohnt – mit einem Klima, das nicht schreit, sondern flüstert: Bleiben Sie ruhig noch ein bisschen.