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Lanzarote entdecken

Timanfaya Vulkane

Wenn Sie das erste Mal aus dem Flugzeug steigen und Lanzarote unter Ihren Füßen zu spüren glauben, könnte Ihnen ein kleiner Schreck durch die Glieder fahren. Alles so schwarz. So schroff. So anders. Es ist, als hätte ein etwas launischer Künstler beschlossen, eine Vulkanlandschaft mit Ozeanblau zu kombinieren und dann noch ein paar weiße Würfelhäuser darüberzustreuen. Doch dieser erste Eindruck täuscht, denn kaum eine Insel vereint Kontraste so harmonisch wie Lanzarote. Es ist ein Ort, an dem sich Urlaub wie ein Roman anfühlt, den man nicht aus der Hand legen möchte.

Und, wenn Sie die Insel hautnah erleben wollen sind, wohnen Sie dabei in einem Ferienhaus oder einer Ferienwohnung auf Lanzarote, die Ihnen die Tür zur Insel wie ein privater Schlüssel öffnet.

Teguise Kirche

Die Ortschaften: Weiße Würfel, schwarzer Boden, große Wirkung

Beginnen wir mit den Dörfern, die sich wie ruhige Kapitel eines Romans anfühlen, jedes mit eigener Tonlage. Teguise etwa, die alte Hauptstadt, wirkt wie ein Ort, der zum Nachdenken über den Lauf der Geschichte einlädt. Man schlendert durch die Gassen, die so hell sind, dass sie mit der dunklen Lava ringsum fast ein grafisches Kunstwerk ergeben, und fragt sich unweigerlich, wie weit man eigentlich von Zuhause entfernt ist – räumlich vielleicht nicht allzu sehr, atmosphärisch jedoch Lichtjahre.

Arrecife dagegen, die heutige Hauptstadt, ist das Gegenteil: lebendiger, moderner, ein bisschen kantiger. Hier schlägt das städtische Herz der Insel, ohne dass es zu schnell wird. Am Hafen schaukeln Boote wie aus einem Postkartenmotiv, und die Promenade lädt zu Spaziergängen ein, die so entschleunigt sind, dass man beinahe vergisst, dass die Welt außerhalb noch existiert.

Playa Blanca schließlich hat sich vom Fischerort zur eleganten Urlaubsadresse entwickelt. Es ist einer dieser Orte, in denen die Sonne scheint, als hätte sie einen Vertrag mit dem Tourismusamt. Wer hier ein Ferienhaus auf Lanzarote bucht, hat nicht nur Ruhe, sondern auch das Meer als permanente Kulisse.

Puerto del Carmen wiederum ist für jene, die sich gern treiben lassen. Bars, Restaurants, Strände, Promenaden – alles da, aber nie penetrant. Die Stimmung ist eine Mischung aus Urlaubsfreude und kanarischer Gelassenheit, und spätestens, wenn Sie abends an der Avenida hinunterflanieren, spüren Sie dieses subtile Gefühl von „Ja, hier kann ich eine Weile bleiben“.

Lanzarote Kaktusgarten

Sehenswürdigkeiten, die man nicht vergisst

Es wäre ein Frevel, Lanzarote zu besuchen, ohne sich dem Werk von César Manrique auszusetzen. Der Künstler, Architekt und Umweltvisionär hat der Insel nicht nur ein ästhetisches Korsett verpasst, sondern auch ihre Identität geprägt. Die Jameos del Agua beispielsweise sind ein Ort, an dem Kunst, Natur und Licht eine beinahe spirituelle Allianz eingehen. Man sitzt dort, schaut auf den unterirdischen See, in dem winzige blinde Albinokrebse leben, und fragt sich, ob dieser Ort überhaupt real ist oder ein Trick der eigenen Vorstellungskraft.

Auch der Mirador del Río trägt Manriques Handschrift. Von dort oben blickt man hinüber nach La Graciosa, die kleine Schwesterinsel, die selbst noch ein wenig unberührter wirkt. Der Ausblick ist so großzügig, dass man ihn beinahe in Rationen einteilen möchte.

Im Kaktusgarten wiederum steht man vor Gewächsen, die aussehen, als hätten sie sich verschworen, um ihre eigene Armee zu gründen. Rund 4500 Kakteen, in strenger Ordnung und doch wild gewachsen, bilden ein Ensemble, das sowohl botanisch faszinierend als auch visuell bizarr ist.

Arrecife Strand

Strände zwischen Gold, Schwarz und „Warum gibt’s sowas nicht bei uns?“

Die Strände Lanzarotes sind ein Kapitel für sich. Gerade weil sie so unterschiedlich sind, wirken sie wie Figuren in einem Ensemblefilm.

Papagayo im Süden ist der Star; golden, leuchtend, geschwungen. Man wandert über eine leichte Staubstraße dorthin und wird am Ende mit einer Bucht belohnt, die so schön ist, dass man den Anblick beinahe für kitschig halten würde, wäre er nicht so vollkommen natürlich.

Famara hingegen ist wilder. Ein Strand, an dem Surfer aussehen wie tanzende Strichmännchen vor einem dramatischen Felsmassiv. Der Atlantik zeigt hier seine rauere Seite, und die Luft riecht nach Salz, Freiheit und dem Bedürfnis, sich barfuß komplizierte Gedanken aus der Seele laufen zu lassen.

Dann gibt es noch die schwarzen Strände, etwa Playa Quemada oder Playa del Charco de los Clicos, die an Vulkanpoesie erinnern. Diese Strände sind nicht klassisch „schön“, wenn man Schönheit mit Palmen und Pastellfarben gleichsetzt. Aber sie sind eindrucksvoll, kraftvoll und überraschend meditativ. Und wenn Sie nach einem Ort suchen, an dem Sie „Ich bin wirklich auf einer Vulkaninsel!“ denken möchten, dann sind Sie hier richtig.

Aktivitäten: Wenn Langeweile eine Beleidigung wäre

Lanzarote bietet so viele Aktivitäten, dass es beinahe unsportlich wäre, nur am Strand zu liegen.

Wer gerne wandert, findet hier nicht einfach nur Wege, sondern Landschaften, die aussehen, als habe man sie aus einem Science-Fiction-Film ausgeschnitten. Besonders im Timanfaya-Nationalpark wird Wandern zur Zeitreise. Die Vulkane, die hier vor nicht allzu langer Zeit Lava spien, wirken immer noch so aktiv, dass man im Inneren eine gewisse Ehrfurcht verspürt. Die geführten Routen führen durch Landschaften, die sich ständig im Farbspektrum zwischen Rot, Schwarz und Ocker bewegen.

Für aktive Reisende sind auch Radtouren über die gewellten Straßen ein Erlebnis. Die Insel ist ein Paradies für Radfahrer, nicht nur wegen der Aussicht, sondern auch wegen der perfekten Asphaltqualität, über die so mancher europäische Rennradfahrer zu Hause nur träumen kann.

Surfen, Schnorcheln, Kajakfahren, Tauchen – all dies findet hier ideale Bedingungen. Besonders das Tauchen lohnt sich, denn die Unterwasserwelt rund um Lanzarote ist nicht nur artenreich, sondern auch künstlerisch erweitert worden. Im Museo Atlántico beispielsweise wartet ein Unterwasserskulpturenpark, der einem das Gefühl gibt, in einer surrealistischen Galerie zu schwimmen.

Lanzarote Timanfaya

Die Vulkanlandschaften: Schönheit der Zerstörung

Timanfaya ist das Herz der Insel und ihr dramatischstes Kapitel. Die Montañas del Fuego wirken wie ein eingefrorener Flammentanz. Die Hitze unter der Erdoberfläche ist noch heute so stark, dass Wasser, das man in eine Erdspalte gießt, in wenigen Sekunden als Geysir wieder herausgeschossen kommt.

Wer durch die Lavafelder fährt oder wandert, spürt diesen eigenartigen Mix aus Ehrfurcht und Faszination. Es ist schwer, hier nicht über die Ursprünge der Welt nachzudenken, darüber, wie fragil die menschliche Zivilisation wirkt, wenn man auf eine Landschaft schaut, die vor wenigen Jahrhunderten völlig neu geboren wurde.

Die Feuerberge sind dabei keineswegs trostlos. Sie haben etwas Sanftes im Groben, etwas farblich Warmes im materiell Kalten. Und spätestens hier versteht man, warum eine Ferienwohnung auf Lanzarote der perfekte Ausgangspunkt für Entdeckungen ist: Es gibt kaum eine Insel, die so viele Facetten zeigt und dabei so kompakt ist, dass man alles in Reichweite hat.

Lanzarote: Schönheit, die bleibt – auch wenn man abreist

Lanzarote ist eine Insel, die sich nicht überreden muss. Sie ist einfach da: rau, schön, überraschend, poetisch. Sie hat ihre Ecken und Kanten, aber gerade diese machen sie unverwechselbar. Wenn Sie sie entdecken, werden Sie feststellen, dass es weniger ein Urlaub ist als eine kleine Initiation in die Kunst des bewussten Reisens.

Vielleicht stehen Sie am Ende Ihres Aufenthalts am Strand, blicken auf das Meer und denken: „Ja, ich komme wieder.“ Und mit ein wenig Glück wartet dann bereits eine vertraute Ferienwohnung auf Lanzarote oder ein gemütliches Ferienhaus auf Sie – Ihr eigenes Kapitel in einem Roman, der auf dieser Insel niemals wirklich endet.