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Punta Mujeres auf Lanzarote - die stille Seite der Kanareninsel

Punta Mujeres

Wer auf Lanzarote nur an Feuerberge, Pauschalhotels und Busladungen von Tagesgästen denkt, hat Punta Mujeres noch nicht kennengelernt. Dieses Dorf im Nordosten der Insel wirkt wie ein bewusst gesetzter Gegenentwurf zum touristischen Dauerrauschen. Hier hört man das Meer, den Wind und manchmal die eigenen Gedanken. Punta Mujeres ist kein Ort, der sich aufdrängt. Er wartet geduldig darauf, entdeckt zu werden.

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Lage: Am Rand der Insel, nah am Wesentlichen

Punta Mujeres liegt an der Nordostküste Lanzarotes, etwa auf halber Strecke zwischen Arrieta und Órzola. Die Hauptstadt Arrecife ist rund 25 Kilometer entfernt, der Flughafen etwa eine halbe Autostunde. Die Lage ist typisch für den Norden der Insel: rauer als im Süden, grüner als man es von Lanzarote erwartet und spürbar näher an der ursprünglichen Inselrealität. Das Dorf schmiegt sich flach an die Küste, weiße Häuser, Lavastein, schmale Gassen. Hier endet nichts spektakulär, es setzt sich einfach fort, bis das Meer übernimmt.

Anreise: Unkompliziert und unspektakulär

Die Anreise nach Punta Mujeres ist angenehm unspektakulär, was gut zum Ort passt. Vom Flughafen fährt man mit dem Mietwagen über gut ausgebaute Straßen Richtung Norden, vorbei an Teguise und durch eine Landschaft, die immer vulkanischer wird. Auch Busverbindungen existieren, allerdings braucht man Geduld und Umstiegsbereitschaft. Wer Punta Mujeres wählt, sucht ohnehin keinen Ort, der mit maximaler Erreichbarkeit glänzt. Das Dorf belohnt diejenigen, die bewusst hierher kommen.

Der Ort: Fischerdorf mit Widerstandskraft

Punta Mujeres war lange ein klassisches Fischerdorf, und diesen Kern spürt man noch heute. Der kleine Hafen ist kein Postkartenmotiv mit Yachten und Cocktailbars, sondern funktional und ehrlich. Fischerboote liegen im Wasser, Netze trocknen in der Sonne, und morgens riecht es nach Salz und Arbeit. Der Ort hat sich dem Massentourismus weitgehend entzogen, nicht aus Trotz, sondern aus Konsequenz. Hotels sucht man hier vergeblich, ebenso Diskotheken oder Shoppingmeilen. Stattdessen gibt es kleine Bars, Bäckereien, einen Supermarkt und das Gefühl, dass der Alltag wichtiger ist als der Auftritt.

Meerwasserpool

Natürliche Meerwasserpools: Lanzarotes schönste Badewannen

Die bekannteste Sehenswürdigkeit von Punta Mujeres sind die natürlichen Meerwasserpools, die sogenannten Piscinas Naturales. Sie wurden teilweise von Menschenhand verstärkt, aber ihr Kern ist vulkanisch. Schwarzer Lavastein bildet Becken, in denen sich das Meer sammelt und beruhigt. Bei Flut füllen sie sich mit frischem Atlantikwasser, bei Ebbe liegen sie still da wie überdimensionale Badewannen. Hier baden Einheimische neben Gästen, Kinder springen hinein, ältere Lanzaroteños ziehen gemächlich ihre Bahnen. Der Atlantik zeigt sich draußen oft rau, hier drinnen ist er gezähmt, ohne seine Kraft ganz zu verlieren.

Strände: Mehr Lava als Sand, mehr Charakter als Komfort

Klassische Sandstrände sind in Punta Mujeres rar. Stattdessen dominieren kleine Buchten, Lavaplattformen und dunkle Strände mit grobem Sand. Der Playa de Punta Mujeres ist klein, aber charmant, ideal für ruhige Badetage, wenn das Meer mitspielt. Wer feinen Sand und Liegenreihen sucht, wird enttäuscht sein. Wer hingegen das Ursprüngliche mag, findet genau das, was Lanzarote ausmacht: Kontraste, Wind, Salz und Stein.

Aktivitäten: Entschleunigung als Programm

Punta Mujeres ist kein Ort für Adrenalinsport, aber ein idealer Platz für alles, was Zeit braucht. Schwimmen in den Naturpools, Spaziergänge entlang der Küste, Lesen mit Meeresrauschen. Taucher und Schnorchler schätzen die Unterwasserwelt, die hier weniger überlaufen ist als anderswo. Wanderer finden in der Umgebung zahlreiche Routen, etwa Richtung Los Cocoteros oder ins Landesinnere. Abends sitzt man in einer Bar, trinkt ein Glas Wein von der Insel und merkt, dass Unterhaltung nicht laut sein muss.

La Graciosa

Ausflugsziele: Der Norden als stille Sensation

Punta Mujeres ist ein perfekter Ausgangspunkt, um den Norden Lanzarotes zu erkunden. Arrieta liegt nur wenige Minuten entfernt und bietet einen größeren Strand sowie mehr Gastronomie. Órzola ist das Tor zur Insel La Graciosa, die man problemlos als Tagesausflug besuchen kann. Auch die berühmten Jameos del Agua und die Cueva de los Verdes sind schnell erreichbar und zeigen, wie César Manrique Natur und Architektur miteinander versöhnt hat. Wer Richtung Westen fährt, erreicht das grüne Haría-Tal, das mit Palmen und Aussichtspunkten überrascht. Punta Mujeres liegt ruhig, aber strategisch klug.

Unterkunft: Eine Ferienwohnung ist hier die beste Wahl

In Punta Mujeres ist die Ferienwohnung nicht nur eine Unterkunftsform, sondern Teil des Konzepts. Hotels würden hier fehl am Platz wirken, zu laut, zu groß, zu anonym. Eine Ferienwohnung erlaubt es Ihnen, für eine Weile Teil des Dorfes zu werden. Sie kaufen morgens beim Bäcker ein, kochen mit Blick aufs Meer und leben nach dem Rhythmus des Ortes. Viele Wohnungen liegen direkt an der Küste, oft mit Terrasse, manchmal mit Dachblick über den Atlantik. Der Vorteil einer Ferienwohnung auf Lanzarote liegt in der Freiheit: keine festen Essenszeiten, kein Animationsteam, kein Buffetgedränge. Stattdessen Ruhe, Platz und das Gefühl, Lanzarote nicht nur zu besuchen, sondern zu bewohnen.

Punta Mujeres ist kein Kompromiss, sondern eine Entscheidung

Punta Mujeres ist nichts für jeden. Und genau das ist seine Stärke. Wer Action, Glamour und Dauerbespaßung sucht, wird hier unruhig werden. Wer hingegen Lanzarote verstehen will, seine leise Seite kennenlernen möchte und bereit ist, Tempo herauszunehmen, findet hier einen Ort mit Charakter. Punta Mujeres ist Lanzarote ohne Lautsprecher. Man muss nur zuhören wollen.