Nazaret: Wo die Uhren langsamer gehen

Nazaret ist kein Ort, der sich Ihnen aufdrängt. Er liegt nicht geschniegelt am Meer, er buhlt nicht mit Strandpromenaden um Aufmerksamkeit, und er hat keinen Hafen, an dem die Yachten klimpernd anlegen. Nazaret liegt im Inselinneren von Lanzarote, leicht erhöht zwischen Teguise und Arrecife, und genau darin liegt sein Reiz. Wer hier ankommt, merkt schnell: Das ist kein Ferienort im klassischen Sinne, sondern ein Wohnort mit Urlaubspotenzial. Einer, der sich Zeit lässt und von Ihnen dasselbe erwartet.
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Wo Nazaret liegt – und warum das ein Vorteil ist
Nazaret befindet sich ziemlich genau in der geografischen Mitte Lanzarotes, wenige Kilometer südlich der alten Inselhauptstadt Teguise. Die Lage ist strategisch klug, wenn Sie die Insel verstehen wollen. Von hier aus sind es kurze Wege nach Osten zur Hauptstadt Arrecife, nach Westen zu den Vulkanlandschaften des Timanfaya-Nationalparks und nach Norden zu den raueren Küsten rund um Famara. Nazaret selbst liegt in einer sanften Mulde, geschützt vor den stärksten Passatwinden, mit Blick auf Vulkankegel, die wie zufällig in die Landschaft gestreut wirken. Das Licht ist hier weicher, die Abende sind stiller, und der Sternenhimmel scheint näher als anderswo.
Wie Sie nach Nazaret kommen
Die Anreise ist unkompliziert und unspektakulär, was in diesem Fall als Kompliment gemeint ist. Vom Flughafen César Manrique bei Arrecife erreichen Sie Nazaret in etwa 15 Minuten mit dem Auto. Ein Mietwagen ist dringend zu empfehlen, denn Nazaret lebt von seiner Unabhängigkeit. Es gibt Busverbindungen, ja, aber sie folgen dem Rhythmus des ländlichen Lebens und nicht dem Takt eines durchgetakteten Urlaubsplans. Mit dem Auto hingegen sind Sie frei, morgens spontan ans Meer zu fahren oder abends noch durch die Gassen von Teguise zu schlendern.
Sehenswürdigkeiten: Lagomar und die Kunst des Verirrens
Die bekannteste Sehenswürdigkeit Nazarets ist Lagomar, das legendäre Haus, das einst Omar Sharif gehört haben soll und heute eine Mischung aus Museum, Architekturfantasie und Café ist. In den Felsen gebaut, mit verschachtelten Treppen, Höhlenräumen und Terrassen, wirkt Lagomar wie eine Hommage an die Idee, dass Wohnen auch Abenteuer sein darf. Es ist ein Ort, an dem Sie sich gern verlaufen, weil hinter jeder Ecke eine neue Perspektive wartet.
Darüber hinaus ist Nazaret selbst die Sehenswürdigkeit. Die weißen Häuser mit grünen oder blauen Fensterläden, die kleinen Plätze, die Kirche im Zentrum, all das erzählt vom ruhigen Alltag der Insel abseits der Touristenzentren. Hier sitzen ältere Herren auf Bänken, Kinder spielen auf der Straße, und niemand scheint es eilig zu haben.

Strände und Hafen: Das Meer ist nah, aber nicht hier
Nazaret hat weder einen eigenen Strand noch einen Hafen, und das ist wichtig zu wissen, bevor falsche Erwartungen entstehen. Das Meer ist jedoch nie weit entfernt. In etwa 15 Minuten erreichen Sie die Strände von Costa Teguise, wo es feinen Sand, flaches Wasser und eine gute Infrastruktur gibt. Wer es wilder mag, fährt Richtung Norden nach Famara, wo sich ein kilometerlanger Strand unter einer dramatischen Steilküste ausbreitet und Surfer dem Wind trotzen.
Der nächste größere Hafen befindet sich in Arrecife. Dort legen Fähren zu den anderen Kanarischen Inseln an, und dort spielt sich das maritime Leben Lanzarotes ab. Für Nazaret bedeutet das: Sie profitieren von der Nähe, ohne den Trubel vor der Haustür zu haben.
Aktivitäten: Wandern, Staunen, Durchatmen
Nazaret ist kein Ort für Animation und All-inclusive-Armbänder. Die Aktivitäten sind leiser, aber nachhaltiger. Wandern ist eine der schönsten Möglichkeiten, die Umgebung zu erkunden. Die Wege führen durch Lavafelder, vorbei an alten Steinmauern und kleinen Fincas, und immer wieder öffnen sich Blicke bis zum Atlantik. Radfahrer schätzen die zentrale Lage, auch wenn die vulkanische Topografie Respekt verlangt.
Kulinarisch ist Nazaret bodenständig. Kleine Restaurants servieren kanarische Küche ohne Schnickschnack, Papas arrugadas mit Mojo, frischen Fisch und kräftige Weine aus der Region La Geria. Abends sitzt man draußen, hört den Wind und merkt, wie wenig es braucht, um zufrieden zu sein.

Ausflugsziele rund um Nazaret
Die Umgebung Nazarets liest sich wie ein Best-of Lanzarotes. Teguise mit seinem historischen Zentrum und dem berühmten Sonntagsmarkt liegt praktisch vor der Tür. Der Timanfaya-Nationalpark mit seinen Feuerbergen ist schnell erreicht und zeigt die rohe Kraft der Insel. César Manriques ehemalige Wohnhäuser, sowohl in Tahíche als auch in Haría, geben Einblick in das Denken des Mannes, der Lanzarote geprägt hat wie kein anderer.
Auch die Weinanbaugebiete von La Geria sind nur eine kurze Fahrt entfernt. Dort wachsen Reben in schwarzen Vulkanmulden, geschützt von halbkreisförmigen Steinwällen, und der Wein schmeckt nach Sonne, Asche und Geduld.
Ferienwohnung in Nazaret: Die perfekte Unterkunft
Eine Ferienwohnung in Nazaret bedeutet Freiheit. Sie wohnen nicht im anonymen Hotelkomplex, sondern mitten im Leben der Insel. Sie kaufen morgens Brot im kleinen Laden um die Ecke, trinken Ihren Kaffee auf der eigenen Terrasse und entscheiden selbst, wann der Tag beginnt und endet. Gerade Nazaret eignet sich dafür besonders, weil es ruhig ist, ohne abgeschieden zu sein.
Ferienwohnungen sind hier oft großzügig geschnitten, mit Blick in die Landschaft und genug Platz, um auch längere Aufenthalte entspannt zu gestalten. Sie sind näher dran am Alltag der Einheimischen und weiter weg vom touristischen Dauerrauschen. Wer Lanzarote nicht nur sehen, sondern verstehen möchte, ist hier richtig.
Nazaret als leiser Gegenentwurf zu den Touristenhochburgen
Nazaret ist kein Ort für Checklisten-Reisende. Es ist ein Ort für Menschen, die zwischen den Sehenswürdigkeiten lesen wollen, die Pausen schätzen und die Schönheit im Unaufgeregten finden. Von hier aus lässt sich Lanzarote entdecken, ohne ihm hinterherzulaufen. Nazaret wartet. Und genau das macht es so angenehm.